ein toller Sonntag

Posted under blog by Katrin on Monday 26 October 2009 at 17:13

Sonntag hab ich dann erstmal ausgeschlafen. Das war auch nötig. Und dann hat mich der Felix (hab ihn letzte Woche in der Pronunciation class kennen gelernt. Er ist aus Hannover und echt lustig) spontan ins Warwick Castle entführt. Felix ist tatsächlich mitm Auto hier und er hat mir erlaubt auch mal zu fahren. Super!!! Ich auf der linken Straßenseite. Das wird ein Fest.

Warwick Castle war jedenfalls der Hammer. Der mächtig überteuerte Eintrittspreis war also ok. Viel zu sagen hab ich leider nicht, die Fotos am Ende werden meine Eindrücke wohl am besten wiederspiegeln. Unfair fand ich nur, dass man nicht in den Prinzessinnenturm darf, wenn man über 14 oder ein Junge ist. Diskriminierend!!! Aber das Wetter war unheimlich toll. Windig ist das beste, wenn man ne Burg besucht. Wenn es einen fast vom Turm schubbst, bekommt man so n richtiges Burgfeeling. Im Übrigen, waren ganz viele Sachen mit Spinnweben behangen als Vorbereitung für Halloween. Das sah schon etwas übertrieben aus, aber im Haunted Hallow hab ich schon n bisschen Angst bekommen und absolut bereut, dass ich mich fürs Edingburgh Dungeon ngemeldet hab. Da werd ich bestimmt an nem Herzstillstand sterben.

Nach 3 Stunden hatten wir dann auch alles im und um das Schloss gesehen und haben noch einen kurzen Abstecher ind die Stadt Warwick gemacht. Echt hübsch mit Tudorhäusern und ner schönen großen Kathedrale.

Um diesen tollen Sonntag abzurunden, haben wir dann in Coventry noch Fish&Chips gegessen. Das Lokal war wie ein Dönerimbiss aufgebaut und wir haben auch nur 3 Plastikgabeln pro Portion kaputt gemacht. Aber lecker wars!!! Auc wenn ich danach kaum noch laufen konnte. Doch so leicht war es gar nicht an Fish&Chips ranzukommen. Es war nämlich halb 7 und die Pubs bieten am Sonntag Abend kein Essen an und die LateNightImbisse sind noch nicht offen. Aber wir sind ja zum Glück noch fündig geworden. Doch auf unserer Odyssee haben wir ein riesiges Kino gefunden und rausgefunden, dass bald Jim Carrey in der Weihnachtsgeschichte kommt. Da werd ich doch definitiv hingehen.

So hier nun die Pics:

Phoenix

Posted under blog by Katrin on Monday 26 October 2009 at 16:57

Am Samstag Abend ging es dann nach Birmingham zum Phoenixkonzert mit Jess, Maren, Christina, Azad und Ruth. Azad und Ruth sind die britischen Mitbewohner von Jess. Beide waren unheimlich toll und haben sich die ganze Zeit über die Klugscheißer in der Uni aufgeregt. Ich war hin und weg. Azad und Ruth studieren beide deutsch und sind gerade aus ihrem Auslandssemester zurück. Könnt ihr euch vorstellen, dass man ernsthaft was versteht, wenn man n Auslandssemester in München, Hamburg oder Österreich macht. Ich war beeindruckt. Putzig war auch, dass sich die beiden immer für die anderen Briten entschuldigt haben. Als ob es nicht überall Proleten und Assikids geben würde. Aber süß fand ich es trotzdem von den beiden.

Naja, Birmingham ist übrigens gar nicht so hässlich wie alle sagen und zum Shoppen absolut perfekt. Ich hab sogar nen Disneyshop gesehen. Ich durfte aber nicht rein. Aber ich werde zurückkehren!!!

Das Phoenixkonzert war in der O2academy. Als wir da ankamen waren wir erstmal geschockt. Eine riesige Schlange!!! Einen kompletten Straßenzug lang und sogar durch ne Unterführung durch. Und es waren nur Emokinder in der Schlange. Zum Glück haben wir dank Stephie und eines Typen relativ schnell mitbekommen, dass das nicht unsere Schlange war. Glück gehabt!! Einmal drin, war ich überrascht wie klein der Saal war. Von außen sah es viel größer aus. Begeistert haben mich aber die Menschen. Endlich mal keine überschminkten, higheel tragenden Megatussen sondern normale Menschen. Die Vorband war übrigens Chairlift und bis auf Bruises kann man die echt vergessen. Übertrieben gesprochen: Meine Ohren haben geblutet. Aber dann kamen Phoenix und es war toll. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß. Besonders lustig fand ich den Typen neben mir. Wir haben ihn Rudi getauft. Hoffentlich kommt dieser Trend nicht wirklich wieder. Doch seht selbst:
Phoenix mit Rudi

international…ja, ich auch

Posted under blog by Katrin on Monday 26 October 2009 at 16:44

Juhu,

da ich letzte Woche nischt gemacht hab, hab ich am Wochenende mal richtig viel gemacht. Freitag war ich abends zu nem internationalen Dinner eingeladen. Hab mich mit der Emilie getroffen und dann haben wir versucht in Coventry Armans Haus zu finden. Eine Wegbeschreibung ohne Straßennamen ist nie eine gute Idee. Find erstmal nen weiß-roten Laden gegenüber von nem Blumenladen, wenn es dunkel ist. Naja, nachdem wir uns nur geringfügig verlaufen haben, waren wir auch schon da. Eingeladen waren alle möglichen Freunde von Freunden. Ich dachte schon, ich würde niemanden außer Emilie und Arman kennen, aber dann kamen doch viele, die ich auch schon kannte. Ich hab unheimlich viel gegessen und konnte mich dann kaum noch bewegen. Aber es war auch sooo lecker. Baguette, Paté, Sushi, Nudelsalat, Kekse… Wer kann da schon wiederstehen.

Am lustigsten fand ich, dass ich unheimlich ins Schwärmen geraten bin. Da war so n Holländer. Er selbst war nett… aber sein Akzent war soooo putzig. Dem hätte ich die ganze Zeit zu hören können. Süß fand ich auch, dass ich mit Emilie eine To-do-in-England-liste gemacht hab. Sie ist ein absoluter Sonnenschein. Nicht so toll, war der deutsche Mitbewohner. Den fand ich ziemlich anstrengend. Er war so ernst, ordentlich, unlustig und hat sich die ganze Zeit über den Unterschied zwischen deutschem Bier und britischem, Politik und Fussball unterhalten und keinen Spaß verstanden. Naja, irgendwoher müssen Stereotype ja kommen.

Samstag hab ich mich dann vormittags mit den gefühlten 10000 Briten in Slowmotion durch den Tesco geschoben. Musste ja unbedingt Samstag einkaufen gehen. Naja, danach gings wieder nach Cov zum internationalen Lunch bei Anne. Ihre Mitbewohnerin Mar aus Spanien ist unheimlich nett und kann ganz tolle Tapas machen. Auch beim Lunch dachte ich, ich würde niemanden kennen, aber dann kamen doch Eric und Katharina dazu. Ich find das toll. Ansonsten war die Zusammenstellung sehr bunt gemischt und lustig. Im Übrigen war es der erste richtige Regentag in Coventry. Mal was Neues. Ständig Sonne ist ja auch langweilig… oder so.

Musste dieses Wetterevent jedenfalls fotographisch festhalten:

1. Regentag

Achja, ich sitz da übrigens im Doppeldeckerbus. Die gibts nämlich nicht nur in London. Am tollsten ist der Platz ganz oben, ganz vorne links.

Naja, nach dem Lunch bin ich nochmal kurz zu Emilie auf ein Tässchen Tee und Milk chocolate cookie monster, bevor es dann nach Birmingham ging.

richtigstellung

Posted under blog by Katrin on Saturday 24 October 2009 at 01:51

hallo,

da mich lena darafu hingewiesen hat, dass ich bisjetzt kein gutes haar an cov gelassen hab, möchte ich das mal richtig stellen. also, ansich ist cov keine wirklich schöne stadt, ABER die Kathedrale oder was davon übrig geblieben ist, ist sehr schön und man kann sehr gut shoppen gehen, da sie die komplette Innenstadt durch ein Einkaufszentrum ersetzt haben. Was mir aber an Cov sehr gut gefällt, sind die Wohnviertel. Die Häuser sind typisch britische Reihenhäuser mit Erkern und großen Fenstern. Das sieht schon echt schön aus. Heute war ich zum Beispiel bei Arman(keine Ahnung wie man diesen französischen Namen richtig schreibt). Er wohnt in Coventry und hat heute zu einem internationalen Abend eingeladen. Alle haben was zu essen und zu trinken mitgebracht und man saß gemütlich rum und hat sich gut unterhalten. Ich mag das sehr gern. In Cov gibt es das Viertel Earlsdon. Dort leben fast nur Studenten und vorallem Erasmusstudenten. Lustige Zufälle passieren da. Ich war zum Beispiel eingeladen, hatte aber keineAhnung wer noch kommt und dann hab ich ganz viele bekannte Gesichter wieder gesehen… Fast wie in Jena, wo auch jeder jeden irgendwie kennt.

Nottingham

Posted under blog by Katrin on Sunday 18 October 2009 at 21:52

Juhu, da bin ich wieder in Cov

Also der Rückweg war ja mal das schrecklichste/tollste/eigenartigste ever. Ein Tipp an alle da draußen, wenn ihr denkt ihr habt das britische Zugsystem durchschaut. Falsch… das geht gar nicht. Habe heut festgestellt, dass wenn man auf dem Hinweg an einer Station hält, dass das auf dem Rückweg noch lange nicht so sein muss. Aber ist ja alles gut gegangen und im Gegensatz zur deutschen Bahn musste ich auch nichts bezahlen, obwohl ich nicht in meinem Zug saß. Also schrecklich, weil ich verwirrt in Beeston saß und auf den Zug aus Nottigham Richtung Birmingham Nstr gewartet hab und dieser nicht kam, Toll weil ich es alleine geschafft hab, doch nach Cov zurück zu kommen und nichts dazu bezahlen musste und eigenartig, war dieser Typ, der mich die ganze Zeit zugelabert hat, obwohl ich doch gelesen habe. Warum merken Menschen nicht, dass man nicht mit ihnen reden will, wenn man liest, Musik hört und jede Frage mit einem Wort beantwortet?

Aber vielleicht mal von Anfang an: Samstag früh hab ich gebangt, ob ich meinen Zug schaff, weil mein Bus zum Zug nur 10 Min vorher dort eintreffen sollte und die britischen Busfahrer es nicht ganz so eng sehen mit dem Zeitplan. Aber das hat geklappt. Stephie hat mich dann in Beeston abgeholt und wir sind erstmal durch das überschaubare Beeston gelaufen. Sie lebt echt in einem total süßen Haus und ich hatte sogar ein Zimmer für mich ganz alleine. Mal was ganz Neues… Ihre Mitbewohner sind sehr nett, aber ein wenig abgespaced und der Musikgeschmack ist auch ziemlich eigen.

Naja, Samstag gings dann erstmal in die Stadt Nottingham. Ich fand es wundertoll. Viele hübsche Häuser, genug Einkaufsmöglichkeiten und viele Pubs und Clubs. Ganz ohne Neid, Coventry ist ein Dreck dagegen. Kein Wunder das man hier sagt: Jemanden nach Coventry schicken. Hab auch Robin getroffen und war in der Maid Marion Road. Außerdem haben wir diesen tollen kleinen Laden entdeckt in dem es ganz viel tollen Schnickschnack gibt. Mini du bekommst bald ein Paket. hoffe es kommt noch vor deiner Reise an.

Nach der Stadttour ham wir uns dann vorn Fernseher gelegt und Emma gesehen. Naja, zumindest ich. Um dann abends noch in den ältesten Pub Englands zu gehen. Bruderherz: ich muss dich enttäuschen. Es waren nur männliche Kellner da.

Danach wollten wir eigentlich noch in so nen Club, aber ich fand es sah schon von außen aus wie ne Stripbar. Aber die Schlange davor war uns eh zu lang also sind wir ins Hog’s Head. Dort saßen wir dann im Fenster und haben Leute beobachtet. Vorallem die Frauen waren wieder der Hit. Wenn der Minirock den Hintern bedeckt, ist er schon zu lang. Ne Jacke brauch man natürlich auch nicht. Würde ja den direkten Blick ins Brustmassiv verdecken. Der Türsteher im Hogs Head war übrigens echt lustig. Er hat uns durchs Fenster immer nachgemacht und wir haben uns in den schlechtesten Sitztanzbewegungen gebattled.

Heute haben wir uns dann noch den Campus angesehen. Ich war total begeistert. Es war mehr wie ein Park, als irgendwas anderes.

Doch seht selbst:

Liebe Grüße,

Kat

was hab ich eigentlich die ganze woche gemacht?

Posted under blog by Katrin on Saturday 17 October 2009 at 01:17

Hallo,

mir ist gerade aufgefallen, dass ich schon ne ganze Weile nichts hab hören lassen und da drängte sich mir die Frage auf: Was hab ich denn die ganze Woche gemacht?

Montag: Ich hatte das erste Mal mein Seminar zu Entwicklungsländern und danach gleich die Vorlesung. Es war sehr interessant, aber gleichzeitig auch sehr schockierend. Die Seminare sind hier verdammt klein. Außer mir waren da noch 8 andere und die Dozentin, deren indischer Akzent mir noch nicht ganz so vertraut ist. Dadurch dass sowenige im Raum sind, fühl ich mich die ganze Zeit beobachtet und irgendwie kommen alle Engländer auf  genau die gleichen Antworten. Als wären sie vorher einer Hirnwäsche unterzogen wurden. Bin mal gespannt wie sich das noch so entwickelt.

Montag Abend: War ich in “THe Coppers Room”, unserer Campusdisse, zur Top-Bananas-Party. Konditionen: 1 Pint = 1 Pfund. der raum war also dementsprechend voll und die Leute auch. Es war jedenfalls sehr lustig und ich habe am eigenen Leib erfahren, dass Männer an der Bar prinzipiell keine Gentlemenmanieren haben. Außerdem hab ich meinen ersten britischen Fight beobachten können und hab festgestellt, dass die Rose im Vergleich gar nicht mal so schlecht abschneidet. Zumindest enden dort die Feiern nicht um 1, man muss nicht 1 stunde davor anstehen und man klebt nicht am Boden fest, wenn man wieder raus will.

Dienstag: Hab ich überhaupt gar nichts gemacht, außer lesen und Bibo und mich auf die Suche nach einem guten Lernplatz zu begeben. In der Bib hier darf man nämlich essen, trinken, telefonieren und reden, was es nicht unbedingt zu nen lerntauglichen Ort macht.Abends hab ich glaub ich L’Auberge Espagnole gesehen mit der ERASMUS SOCIETY. Ich liebe den Film einfach und es hat was für sich, wenn man ihn mit anderen Erasmusleuten zusammen guckt und stets ein Raunen durch die Reihen geht, was soviel heißt wie: Ja, das kenn ich.

Mittwoch: hab ich in der Vorlesung über Klassiker der Soziologie festgestellt, dass auf meinem Übersetzungscomputer Sudoku drauf ist. Es macht in meinem Kopf nicht soviel Sinn einer Vorlesung zu Folgen, die über Klassiker redet aber keine behandelt. Das einzige was ich aufgeschrieben hab, an diesem Tag war: Klassiker lesen gut. Aber nächste Woche gehts um Simmel. da wirds wohl besser werden. Tagsüber war ich dann mit Emilie in Coventry. Ein bisschen bummeln und Kaffee trinken und quatschen und IKEA natürlich.

Donnerstag: Hat ich ein Seminar. Wieder sehr klein und ich mag das einfach nicht. Ich fühl mich da sehr unwohl und erwische immer den Platz genau vorm Dozenten, der jeden deiner Gesichtszüge analysiert und dich durch Sätze wie: Katrin, du siehst unzufrieden aus. ins Gespräch bringt. Wie kann man auch glücklich aussehen, wenn es Soziologen gibt, die der Meinung sind, dass Soz. subjektiv und fern jeder Empirie ist. Bäh! Naja, und abends hat ich dann noch n Seminar zu Crime Fiction. Leider hab ich das 980 Seiten Buch erst am Dienstag bekommen und bin leider nur bis Seite 200 gekommen, aber die Dozentin war eh so geschockt in dem Kurs Erasmusstudenten zu sehen, dass es egal war. Das Seminar war auch n bissel seltsam. Wir saßen im Kreis in Sesseln und außer den 5Stunden, waren noch 5 alten Frauen da. Es hatte n bisschen was von nem Buchclub. Vielleicht bringt ja nächste Woche jemand Tee und Kuchen mit.

Donnerstag Abend: ging es dann in den Varsitypub. Dort ist Donnerstag 1Pfundparty. Es war ein weiterer Pubabend… mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen. Aber ich hab auf der Damentoilette äußerst interessante Sachen gesehen. Doch das erzähl ich ein anderes Mal, da meine Mum den Blog auch liest. Ich grüße meine Eltern!!!

Freitag: Heut hab ich mal wieder bürokratische Wege hinter mich gebracht und ich hab festgestellt, dass die Uni meine Visakarte jetzt doch akzeptiert. Seltsam aber gut. Und dass hier anscheinend alle zur gleichen Zeit ihre Post bekommen. Vielleicht kommt die Post nur einmal die Woche hier raus. Jedenfalls hatte ich keine Lust auf eine kilometerlange Schlange und werd mein Paket einfach nächste Woche holen.  Außerdem war ich endlich mal bei Mc Donalds in Coventry, den gibts aufm Campus nämlich nicht. Dafür steht aber nachts ein Dönerwagen auf der Straße. Wie zu hause!!!

Freitag Abend: Ich war beim Rugby. Ich hab die Regeln zwar nicht verstanden, aber ich kann sagen, dass es sehr beeindruckend aussah, das Bier gut geschmeckt hat, Coventry verloren hat und dass es zwei Halbzeiten gab.

Naja, und morgen gehts nach Nottingham zur Stephie. Hab jedoch n bissel Schiss, dass ich meinen Zug verpass, weil die Bus-Zug-Verbundung unheimlich schlecht is. Aber ich kann es jetzt eh nicht ändern. Wird schon schief gehen.

Bis bald, Katrin

Royal Leamington Spa

Posted under blog by Katrin on Sunday 11 October 2009 at 18:08

Juhu,

nachdem ich Freitag den schrecklichsten Tag seit langem hatte, bin ich Samstag mit ein paar Freunden(wenn man sich seit zwei Wochen kennt und schon 4 mal im Pub war, kann man schon Freunde sagen)nach Leamington gefahren.

Aber erstmal zum Freitag: Die Soziologiesekretärin zu der ich dreimal musste ist ein schrecklicher grummeliger Drachen und sieht aus wie der Grinch. Ich finde es unfair, dass sie ihre Wut(wahrscheinlich darüber das ihr man seit Jahrzehnten nicht mehr mit ihr schläft) an den internationalen Studenten auslässt. Zwei Module hab ich jetzt zum Glück sicher, also muss ich so schnell nicht mehr dahin. Gott sei Dank! Aber ich will noch ein Mastermodul machen zu Soziologie des Holocaust, weil das bei uns wahrscheinlich nie angeboten werden wird. Und da es ein Mastermodul ist, musste ich noch diversen bürokratischen Kram hinter mich bringen und hab jetzt noch ein Formular mehr und noch einen Termin bei einer Sekretärin… Es lebe die Soziologie in Jena und die Evi Bunke!!! Danach bin ich zu meinem Erasmusheini, der auch keine Ahnung von nischt hat, dafür aber schön schwul grinsen kann und sehr nett ist. Er hat mir je

tzt noch ein Modul aufgedrückt, wobei ich mich frage, warum die das überhaupt dürfen. schließlich bin ich doch nur der FSU gegenüber zu was verpflichtet. Egal, Katrin ist jetzt auf der Warteliste vom Anglistik Institut und in regem Emailkontakt mit einer weiteren Sekretärin. Ich hoffe der Bürokratiewahnsinn nimmt bald ein Ende, sonst muss ich eine Revolution starten.

Naja, der Freitag hatte dann noch für mich bereitgehalten, dass die Uni meine VISAkarte nicht akzeptiert, weil es keine britische ist. Inselaffen! Und nachdem ich nachts eine Stunde vorm Nachtklub angestanden hab, waren die Karten drei Personen vor mir ausverkauft und ich durfte nach Hause gehen. Dafür hab ich wieder festgestellt, dass ich britische Betrunkene unsagbar lustig finde und dass die Amerikaner, die ich kennen lernen nicht alle Latten am Zaun haben.

Doch nun zu Leamington: Emilie(Franz.), Jess( Austral.), Maren (deutsch) und ich haben uns 10 uhr losgemacht mitm Bus und haben uns bei schönstem Sonnenschein die Umgebung angeguckt und festgelegt, dass wir dringend ein Picnic in Kenilworth machen müssen. Wir sind da zwar nur durchgefahren, aber es war so schön wie in ner Mischung aus Rosamunde Pilcher und Agatha Christie. Kleine Häuschen, große grüne Wiesen, ein Flüsschen mit ner Brücke drüber…

Leamington hat uns dann in den Shoppingwahn gezogen. Wir waren in circa 20 Geschäften, aber ich war stolz auf mich dass ich nichts gekauft hab. Will erstmal abwarten wie ich mit meinem Geld so klarkomm und dann sieht mich der Topshop definitiv wieder. Nachdem Shoppen waren wir ziemlich kaputt und haben uns erstmal richtig britisch mit Jacket Potatoes vollgestopft. Unsagbar lecker!!! Mit gaaaaanz viel Käse und Baked Beans. Ein Traum. Dann sind wir durch den Park flaniert und haben glückliche Pärchen beobachtet. Ist schon süß, wenn der Typ rudert und sie im Boot sitzt und aussieht als ob sie dringend nen Schnaps gebrauchen könnte. Wir hatten dann noch ein wunderbar leckeres Calippoeis, sehr zur Freude des Verkäufers, der wohl selten 4 ausgewachsene Frauen Calippo lutschen sieht. Die Gedanken sind frei…

Danach haben wir uns mit Nathalie(kenn ich aus den Orientierungstagen, Belgien) und ihrer Freundesgruppe getroffen und sind in ein sehr nobles Restaurant eingekehrt. Wirklich sehr hübsch: alles in lila und Kronleuchter und Goldzeug und Servietten passend zu den Gardinen und der Wandfarbe. Dort hatte ich mit Abstand die beste Heiße Schokolade mit Marshmallows drin ever. Yummy!!!

Naja und danach sind Maren, Jess und ich in nem Pub versackt bis um 12 oder halb eins. Ich unterstreiche noch einmal, dass betrunkene Briten zum Totlachen sind und dass betrunkene Britinnen sich gerne anziehen wie Prostituierte, aber dann auch tatsächlich mit 3,0 aufm Turm immer noch auf diesen Schuhen laufen können.Der Dj in dem Pub war auch sehr interessant. Erst hat er supertolle Musik gespielt und dann wurde es plötzlich von einem Lied zum nächsten schlechter. Wir hätten wohl einfach früher gehen sollen. Aber es war so lustig grad.

Gut genug geschrieben. Werd mal was für die uni machen. und vielleicht mal meine Hausarbeit weiterschreiben, die ich mir ja cleverer Weise mitgenommen hab.

Achja, @Marco: es gibt hier New Castle aus Flaschen!

Liebste Grüße und ne Umarmung für alle die das wollen,

Die Katrin

raus aus der blase

Posted under blog by Katrin on Thursday 8 October 2009 at 17:04

juhu kinners,

sitze grad in meinem zimmer rum und verdaue mein versalzenes rührei und streite mit der bürokratie. freddi, was hälst du davon, wenn wir in ein land auswandern in dem es keine bürokratie gibt, dafür aber überall wlan? back to basics supreme…

naja, war heute sehr stolz auf mich. ich hab die bibliothek erforscht und weiß jetzt bescheid, wie man die elektronischen bücherregale verschiebt ohne größeren schaden zu hinterlassen. sehr gruselig, ehrlich gesagt.

und geil ist auch, dass in meinem haus jetzt alle von der schweinegrippe reden. aber mal ehrlich nur weil man ne erkältung hat, heißt das noch lange nicht, dass man so cool ist wie rupert…

gestern abend bin ich endlich mal aus der blase rausgekommen und hab meine eigene society gegründet.ok, das muss ich wohl erklären. also, der campus ist wie ein mikrokosmos in einer blase, weil coventry halt 15 mintuen mitm bus weg ist und man aufm campus alles hat von pub, über disco, über buchladen, theater… deshalb muss man den campus nie verlassen. doch als freiheitsliebende menschen haben wir uns gestern auf den weg zum varsity gemacht. ein pub kurz hinter dem gelände der uni. es war echt toll. nur briten, keine internationalen außer uns und niemand hat über die uni geredet oder dir die mitgliedschaft in ner society aufgeschwatzt. weil wir so begeistert waren, haben wir jetzt unsere eigene society: die walking society. beitrag: 0 pfund, auftrag: spazieren zum varsity pub am donnerstag und bier für 1 pfund trinken. ich find das ist eine gelungene idee.

bis bald die katrin

letztes wochenende und was noch so war

Posted under blog by Katrin on Wednesday 7 October 2009 at 16:39

so nachdem mein computer eben abgestürzt ist, werd ich es jetzt alles noch mal schreiben…

hallo ihr lieben,

hab mich ja schon ne weile nicht gemeldet, aber da es hier kein wlan gibt (jaja das fortschrittliche gb) muss ich mich immer an meinen schreibtische setzen, wenn ich was schreiben will und ich muss doch social networken und so…

nachdem die orientierungswoche zu ende war, hab ich erstmal ausgeschlafen. wer mal mit auf ner vkkgexkursion war, weiß wie nötig das ist nach ein paar tagen mit durchgeplanten akitivitäten. bin dann mal über den campus geschlendert und hab ganz viele kostenlose sachen abgestaubt. hie kriegt man soviel geschenkt, wenn man anfängt. echt unglaublich. hab mich dann noch mit ein paar erasmusleuten getroffen und abends gings dann nach coventry auf eine geburtstagsfeier. das war echt lustig. es waren vielleicht 40 leute da und 20 davon waren deutsche und vielleicht 5 kannten das gebkind. als es dann darum ging happybirthday zu singen, wurde es beim namen dann ganz schön peinlich. aber dem gebkind wars egal, die war so betrunken, dass sie erstmal bei ausblasen der kerzen ihre haare in brand gesetzt hat… echt gruselig lustig. das haus, wo die party war, war in der kensington road. echt total britisch mit den reihenhäusern. aber in der straßen haben fast nur austauschstudenten gewohnt. ich hab hier auch entdeckt, dass es strongbow in 2 liter flaschen gibt. echt toll…

naja, am nächsten tag ist dann meine mitbewohnerin eingetroffen. sie heißt glaube ich ella und studiert deutsch und französisch und ist aus bath und süße 18. am anfang dachte ich sie hasst mich, weil sie kein wort mit mir gewechselt hat, aber sie taut langsam auf und wir haben uns heute sogar mal 5 minuten unterhalten. ich geb die hoffnung einfach nicht auf. aber ziemlich unterschiedlich sind wir schon. seit dem sie da ist, gibt es in unserer wohnung sehr viel rosa und pink, nagellack und n glätteisen…

sonntag abend war ich zu christina zum essen eingeladen. jess(austral), maren(deutsch) und dan(tschech.) waren auch noch da. es war sehr lustig, weil wir unheimlich improvisieren mussten. versuch mal mit nem platiklöffel kochende nudeln umzurühren: ja er schmilzt. aber lecker war es dennoch. und am nächsten tag sind wir dann geschlossen zu ikea. coventry hat zwar nicht viel zu bieten, da man sich nach dem zweiten weltkrieg dafür entschieden hat, die stadt durch eine riesige einkaufszone zu ersetzen, aber ein IKEA mitten im stadtzentrum ist auch mal was. ich hab mich jedenfalls gefreut wie ein schnitzel, als ich endlich wieder meatballs (köttbullar für die kenner unter euch) essen konnte. ikea war sonst wie überall: viele pärchen, viele kinder und ein paar verlorene studenten auf der suche nach dem billigsten… ich auch…

danach hab ich mich von den anderen verabschiedet um mich einem übertriebenem shoppingwahn hinzugeben. ergebnis: neue winterjacke(weil alte gleich am ersten tag kaputt ging), winterschuhe, zeugs und natürlich eine strumpfhose muharhar!!!

abends war ich dann noch mit einigen erasmusleuten im dirty duck, das is der campus pub. sehr schön da, vorallem die terrasse. das ist wahrscheinlich der einzige platz an dem man rauchen, trinken, essen und sitzen kann. es gibt hier übrigens die blauen pallmall. ich glückskeks.

gestern war ich dann erstmal im institut zum klären meiner kurse. das wird glaube ich noch lustig, da ich das wort flexibel ein paar mal zu oft für meinen geschmack gehört hab. warten wir mal ab. danach bin ich für 4 stunden ins koma gefallen. so ne erkältung ist echt mies… aber hält mich nicht vom rauchen und weggehn ab. bin aber gestern mal im haus geblieben, was ganz cool war, weil ich so einige nachbarn kennenlernen konnte. voll putzig: alle 18, ständig betrunken, weil sie davon überzeugt sind, dass das cool ist, und alle fangen an deutsche wortbrocken um sich zu werfen, wenn man sagt man kommt aus deutschland. echt süß…

heute hatte ich dann meine erste vorlesung. natürlich hab ich mich erstmal total verlaufen und drei verschiedene personen haben mir vier wege gezeigt. erst die putzfrau konnte mich auf den richtigen wegführen. die vorlesung an sich hat sich mit theoretischer soziologie beschäftigt. ähnlich wie klassiker. mal schauen, wie ich das dem jahr unterjubele. muss ich wohl doch den britischen kleidungsstil übernehmen: minirock(solang der hintern im stehen bedeckt ist, ist er lang genug) und am besten nur bh. ab 3 promille wird einem ja eh warm…

aber der dozent war echt nett und ich glaub das wird noch ganz interessant, auch wenn es putzig ist, dass man sein lesematerial zugeteilt bekommt. kein reader suchen, keine bücher suchen, nix downloaden, einfach nur mitnehmen und gehen.

na gut, nun hab ich genug geschrieben und hoffe mein pc verlässt mich nicht schon wieder.

bis bald,

die katrin

Oxford

Posted under blog by Katrin on Thursday 1 October 2009 at 19:15

Ich schon wieder.

Komme gerade aus Oxford zurück und bin total kaputt. Ich freu mich schon ein bisschen drauf, wenn hier mal Routine eintritt, aber das wird wohl noch ein bisschen dauern. Schließlich beschäftigen sie hier die internationalen Studenten nur so extrem, damit keiner Heimweh bekommt. In zwei oder drei Wochen sieht das dann bestimmt ganz anders aus.

Oxford war jedenfalls wieder sehr schön und es hat die ganze Zeit die Sonne geschienen. So wie eigentlich schon die ganze Woche. So viel sollte man also auf Stereotypen nicht geben. In Oxfrod haben wir eine 1 1/2 stündige Tour gemacht und der Guide hat wirklich viel erzählt und ich hab fast alles wieder vergessen. Cool fand ich die Great Hall im Christ Church College. Ihr kennt die auch alle aus den Harry Potter Filmen.

Naja, werd noch ein paar Fotos reinstellen, damit ihr mal nen Eindruck bekommt und ich nicht so viel schreiben muss.

Next Page »
blablabla powered by Wordpress - Theme design by Zinruss Studio