Edinburgh

Posted under blog by Katrin on Monday 23 November 2009 at 19:11

Da ist sie wieder…

So eine kleine Vorwarnung, das wird ein langer Eintrag. Wer sich nicht durch alles durchquälen will, dem sei gesagt: es hat mir unsagbar gut gefallen und ich will unbedingt eine Schottlandtour machen. Schottischer Akzent ist echt heiß und Edingburgh ist eine der schönsten Städte, die ich je gesehen hab.

Und jetzt mal von Anfang an: Der Treffpunkt war am Freitag 7.15 aufm Campus. Ganz nach Erasmustradition sind wir schon nach 45 Minuten Verspätung losgekommen. Ich war schon total fertig, als wir losgefahren sind. Es war wohl nicht die beste Idee bis 3.30am das Buch für mein Seminar am Montag zu Ende zu lesen, aber so hatte ich wenigstens kein schlechtes Gewissen. Naja, die Busfahrt war sehr sehr sehr lang, aber das nimmt man gern in Kauf, wenn man die schöne Landschaft anschauen kann. Wir sind nämlich durch das komplett überflutet Lake District gefahren. Wenn man mal kurz die extrem reißenden Strömungen quer durch Land und Städte ignoriert, dann ist der Lake District einer der schönsten Flecken Erde ever. Riesige runde Hügel mit Schafen drauf. Konnte leider keine Fotos machen, also müsst ihr mir einfach mal glauben.

Nach ein bisschen mehr als 8 Stunden Fahrt waren wir dann in Edingburgh. Leider war es schon dunkel, deshalb hat man nicht soviel gesehen. Doch die angestrahlte Burg auf dem Hügel mitten in der Stadt sah trotzdem phänomenal aus. Unsere erste Handlung nachdem wir unser sehr zentrales Hostel bezogen hatten, war die Suche nach Nahrung. Maren war zum Glück schonmal in Edingburgh, vondaher hatten wir den Insiderbonus. Wir haben uns mal richtig was geleistet und sind Indisch essen gegangen. Ich war begeistert, wie jedes Mal. Achja, das Hostel hieß Caledonian Backpackers und war ganz nach meinem Geschmack. Hostelsauber, verwirrend bunte Wandbemalungen und in der Bar unten lief die ganze Zeit sowas wie Babyshambles, Libertines oder the Offspring. Außer an einem Morgen da kam Scooter… und das zum Frühstück. Es gab nen Billardtisch und die Zimmer waren halt hostelmäßig. Es gab natürlich genug Leute, die es nicht zufriedengestellt hat. Aber das ist wohl immer so. Reiche Eltern und Privatschule machen einen Menschen wohl eher nicht zu nem Festivalgänger und Alternativtouri. Aber egal, ich war in einem 12 Mann Zimmer und neben Maren, Christina,Emilie, Chiara, Marina waren noch Italienerinnen. Ich fand alle total nett und hab auch ein paar sehr interessante Gespräche über das Leben im italienischen Sinne führen können. Außerdem war ich von der italienischen Tradition nach ner langen Clubnight sich nochmal an den Tisch zu setzen und erstmal Kekse zu essen und zu quatschen total begeistert. Auch wenn ich zugeben muss, dass es gewöhnungsbedürftig ist, von lautstark italienisch redenden Personen geweckt zu werden. Da muss man dann doch mal überlegen, wo man eigentlich grad ist. Aber ich hab sie trotzdem lieb…

Am ersten Abend sind die 167 Erasmusmenschen ins Three Sisters geströmt. Diese Bar/Club war ganz nett, aber halt auch wie jeder Club, in den die Erasmussociety geht. Es kam House und Electro. Es waren viele betrunkene Menschen da und es gab recht teure Getränke. Aber wenn man das mal ignoriert, kann man da recht viel Spaß haben. Ich hatte jedenfalls ne gute Zeit und es war ein schöner Start ins Wochenende mit all den mehr oder weniger bekannten Erasmuspeople.

Lustig fand ich aber vorallem den Fernseher über der Tanzfläche auf dem die ganze Zeit Nachrichten liefen. Es war etwas bizarr, die ganzen gutgelaunten tanzenden Menschen unter Überflutungen im Lake District und afrikanischen Männern mit Maschinengewehren zu sehen. Wahrscheinlich war ich aber eh die einzige, die den riesigen Bildschirm wahrgenommen hat.

Nach dem Three Sisters ging es dann ins Po Nana, eine von Edinburghs besten Adressen an nem Freitag Abend. Ich fand es ganz nett, aber es war halt wieder eine Erasmussocietyadresse ähnlich wie oben. Nach einigen lustigen Stunden bin ich dann mit meinen italienischen Mitbewohnerinnen zurück.  Maren, Christina und Emilie wollten noch etwas länger bleiben, aber ich hatte genug “Musik und Tanz” für den Abend. Der Rückweg mit den Italienerinnen war aber auch ganz lustig. Frauen, die versuchen in einer fremden Stadt nach einigen Bieren einen Stadtplan zu lesen. Wir sind aber unerwarteterweise ohne Umwege angekommen.

Samstag sind wir nach dem Frühstück ein wenig rumgelaufen bevor es dann ins Dungeon ging. Wir haben die Universität gefunden und ein paar wunderschön verwinkelte Gassen. Ich war hin und weg. Auch die Souvenirstände haben mir gefallen, was für mich echt untypisch ist. Aber da gab es soviel tolles sinnloses Zeug: ein Dudelsackschlüsselanhänger, der wirklich Musik spielt, Kilts, Whisky, Mehrzahl von Schal, Ringe und ein Highlight… wait for it… ne CD von den Red Hot Chily Pipers. Mein erster Eindruck von Edinburgh hat sich auch komplett erhalten: eine tolle Stadt, bei der hinter jeder Ecke ein weiteres tolles sehenswertes Monument erscheint. Super fand ich auch die Dudelsackspieler die überall auftauchten, auch wenn ich dadurch die ganze Zeit Auld Lang Syne als Ohrwurm hatte.

Das Dungeon war wie erwartet. Recht unterhaltsam, ein bisschen gruselig und ziemlich populär gestaltet. Zum Glück war es nicht so gruselig wie das in London. Ich find es aber echt ne schöne Idee Menschen auf diese Art und Weise Geschichte beizubringen. Über gruselige Gestalten in Edinburgh hab ich jedenfalls viel gelernt. Am tollsten war aber das Ende. Nachdem wir unsere Gerichtsverhandlung hatten wurden uns nochmal unsere Recht vorgelesen und dann gings zum Henker. Das wurde durch eine “Freier Fall”-maschine dargestellt. Man fuhr erst hoch, es wurde einem die Anklage vorgelesen und dann fiel man, als wenn man wirklich gehängt wurde. Super Idee. Das einzige was mir am Dungeon nicht gefallen hat, war das lange Warten bevor alle da waren und bevor es anfing. Das war aber eher Schuld der Erasmussociety. Richtig genervt war ich aber von den vielen Leuten, die die ganze Zeit gemeckert haben und sich beschwerten über das Dungeon. “Es ist überhaupt nicht gruselig.. blablabla… ich hab mir mehr darunter vorgestellt… warum hab ich für diesen Scheiß soviel Geld ausgegeben…” Meine Meinung: Entweder du liest dir vorher mal durch, was ein Dungeon ist und zahlst dann dafür oder du hältst einfach die Schn…

Naja, danach haben wir uns mit der Maren getroffen, doe während wir im Dungeon waren, auf einen historischen Berg geklettert war, und dann gab es erstmal Fish&Chips. Anschließend sind wir dann die Royal Mile runtergelaufen. Am Ende war dann das wunderschöne Holyrook und das neue Paliament. Mir gefiel natürlich der historische Sitz der Queen besser als das neumoderne graue Architekturwunder. Ich hab mich übrigens zweimal auf diesem Spaziergang verliebt. Einmal in einen Ring und dann in Arthur’s Seat(ein wunderschöner kleiner Berg). Begeistert war ich auch davon, dass ich endlich wieder mal Fudge essen konnte. Nichts geht über dieses Zuckerschock… nicht mal Cola.

Am Nachmittag hatten die Dungeonleute dann eine Stadtführung. Unser “Führer” hieß Ronnie und hatte den süßesten Akzent ever. Er hat das echt gut gemacht. Geschichte und lustige Anekdoten und Gruselgeschichten. Die Führung ging 3 Stunden und niemand(ja wirklich) hat sich beschwert oder rumgeningelt, obwohl es kalt und nass war. Wir sind erst an den wichtigen historischen Punkten in der Royal Mile vorbei und dann auf den Firedhof, vor dem Bobby sitzt. Besonders cool war es, weil es schon dunkel war und so die Gebäude noch viele monumentaler aussahen und der Friedhof noch gruseliger. Ich hab auch das Haus und das Cafe gesehen, in dem JK Rowling HarryP geschrieben hat. Außerdem hab ich während der Führung einen fried Mars Bar probiert. Sieht eklig aus, schmeckt aber toll. Salzig und süß auf einmal. Aber ich konnte nur zweimal abbeißen, weil es echt ganz schön deftig ist. Die Club Mate der Schotten ist übrigens Irn Bru. Ein giftig orangenes Getränk, dass unsagbar doll nach Gummibären schmeckt. Ich hab nur mal dran genibbt, aber viele waren total begeistert davon und es fiel der Satz “man gewöhnt sich dran”.

Die Führung hat mir jedenfalls richtig richtig gut gefallen. Ich werd euch zu Hause dann bestimmt mit dem vielen unnützen Wissen überschütten, was ich neu hab. Nach der Führung waren Maren, Christina, Chiara, Emilie, Julian und ich noch in der Filling Station. Sehr nettes Lokal mit amerikanischer Einrichtung. Mich hat es an Grease oder Pulp Fiction erinnert. Danach trafen wir dann die anderen Erasmuspeople in der Tronbar. Dort bin ich dann auch den ganzen Abend geblieben, weil die Musik nach meinem Geschmack war, das Bier geschmeckt hat,Fussball lief und es genug lustige Leute zum Beobachten gab. Der Großteil ist aber noch in nen Club gegangen. Doch ich hatte halt keine Lust auf immer wieder die gleichen Menschen, die gleichen Balzrituale und die gleiche schreckliche Musik.

Sonntag ging es dann ins Castle. Natürlich mussten wir vorher wieder ne Stunde warten, bis alle fertig und zusammen waren. Das hat uns alle ziemlich genervt. Das ständige Warten macht einen echt mürbe.

Das Castle fand ich sehr schön und riesig. Ich hab sogar die schottischen Kronjuwelen gesehen und the Stone of Destiny. Den hab ich besonders gern. Wer Lust hat, kann ja mal nach der Geschichte suchen und vorallem wo er 1950rum geklaut wurde und das Ereignis wo “mission impossible” gespielt wurde. Ich hab sehr doll lachen müssen. Nach dem Schloss sind wir dann in nen Pub eingekehrt. War ja Sonntag!!! Ich hab mal bei den anderen Haggis probiert, während ich schottischen Lachs aß. Haggis ist echt ziemlich lecker. Ein bisschen wie Hackbraten. Wir haben uns auch mal ein Dessert gegönnt. Ich hatte Apple Rhubarb Crumble… wunderbar. Doch für die Schokfans unter euch wäre der Chocolate Fudge Cake wohl die Offenbahrung gewesen. Nach diesem Essen war uns allen schlecht, deshalb war ein Spaziergang angesagt. Nachdem wir noch mal zum Fuße des Arthur’s Seat sind, mussten wir auch schon zum Hostel zurück sprinnten und dann ging es zurück. Leider hat die Rückfahrt echt ewig gedauert, weil wir erstmal noch zu dem anderen Hostel mussten(einige unglückliche mussten nämlich in nem andern hostel wohnen, was echt weit draußen war. die taten mir echt leid, weil das nicht fair ist, dass sie somit bus und taxifahren mussten, um in die stadt zu kommen). aber das hat uns gar nicht so lang aufgehalten. doch da der lakedistrict ja überflutet ist,waren einige straßen unbefahrbar und auf manchen strecken musste man sehr sehr langsam fahren. Wir waren dann gegen halb 2 aufm Camus und ich war 15 minuten später total fertig im Bett.

Achja, was ich noch vergessen hab. Dieses We war ein großes Rugbyspiel in E, deshalb hatten wir das Glück gaaanz viele betrunkene Schotten im Kilt zu sehen. Das war schon n Anblick, den man nicht jeden Tag bekommt.

So zur visuellen Unterstützung noch ein paar pics.

So, jetzt reichts…

Machts gut, die Katrin

PS: Hab mir den Ring übrigens gekauft. Er ist aus Silber und es ist die Scottish Thistle mit einem Aquamarine, weil ich ja im März geboren bin. Laut Wikipedia ist die Distel ein keltisches Symbol mit einigen Bedeutungen. Könnt ihr ja da mal nachlesen. Ich fand vorallem die Ursprungsgeschichte mit dem barfüßigen Viking lustig.

London

Posted under blog by Katrin on Monday 16 November 2009 at 01:36

Katrin und Fred in London

Matschige Details werden ausgespart…

Donnerstag gings für mich am frühen Nachmittag mit dem Megabus nach London. Der Megabus ist eine echt tolle Erfindung. Die fahren durch das ganze Land und man zahlt nur einen Bruchteil, von dem was man mitm Zug zahlt und soviel länger dauert es auch nicht. Ich glaub, den werd ich jetzt öfter nehmen. Wo ich ja jetzt auch weiß, wo der Busstop ist. Gedankt sei dem bulgarischen Zeitungshändler, der mich beim Rauchen unterhalten hat.

Nach meiner Ankunft in der Victoria Station und nachdem ich meine Oystercard(!) in der Hand hatte, gins erstmal zum British Museum, da ich noch gute 3 1/2 Stunden zu überbrücken hatte, bis das Schalatz da war. Es hat übrigens in Strömen geschüttet. Das bin ich gar nicht mehr gewohnt. Das Britische Museum ist ein riesiger Bau. Ich war stark beeindruckt. Leider lag mir noch ein Stein im Weg. Man darf da nicht mit nem Koffer rein. Also war die Katrin ganz schlau und ist zum nächsten teuren Hotel und hat ganz lieb gefragt und durfte ihn dann da unterstellen.

Das Museum war jedenfalls großartig. Auch wenn ich nur einen kleinen Teil gesehen hab. Man kann dort Jahre verbringen!!! Hier mal ein paar Eindrücke:

Nach meinem kurzen Ausflug ins Britische Museum gings dann ins Hotel, wo auch der Fred schon gewartet hat. Das Hotel war echt schön und man konnte sogar im Bett frühstücken. Total mein Ding!!! Die Lage war auch super. Gleich um die Ecke vom Hyde Park, gegenüber von der Paddington Station und das Hilton war gleich daneben… Ich war sehr zufrieden.

Irgendwie bring ich die Tage rückblickend etwas durcheinander, also schreib ich jetzt ungeordnet alles, was mir so einfällt. Wir waren im Sherlock Holmes Museum. Das ist sehr putzig und niedlich und passenderweise in der Baker Street. Die haben dort auch die Briefe gesammelt, die Leute an sie geschickt haben, weil sie dachten, dass Sherlock (noch) existiert. Ich fand es sehr lustig.

Weiterhin sind wir den kompletten Thames Walk gegangen. Von Big Ben bis zum Tate Modern (schön wenn man sich gemeinsam über Kunst, Künstler und Kunstliebhaber freuen kann.. wortlos) und am Ende dann noch über die Tower Bridge. Achja, vorher waren wir noch bei der Change of the Guards. Es war sehr sehr nass, aber trotzdem toll. Ich konnte mich gar nicht mehr daran erinnern, dass es fast ne Stunde geht. Aber de lustigen Fellmützen sind echt prima. Danach sind wir noch durch den Park geschlendert und wurden von diesen bösen, gemeinen, grauen Eichhörnchen verfolgt. Ratten der Bäume…

Am nächsten Tag waren wir dann im Science Museum. Das fand ich auch echt beeindruckend. Man konnte da soviele Sachen sehen, die ich nicht verstehe, aber beeindruckend finde. Röntgenmaschine, Dampflok, Dampfmaschine, alte Computer, genmanipulierte Mäuse, gaaanz alte Autos, Modelle von DNA, Volksempfänger, Raketen, Flugzeuge, medizinische Apparate aus den verschiedensten Jahrhunderten, undundund. Und auch dieses Museum war gigantisch. Danach war ich ganz schön kaputt und hab die “Werbinich”-Ausstellung auch nicht mehr wirklich mitbekommen. Dafür waren die Fish&Chips, die wir vor dem Museum gegessen haben, echt toll. Ich mag Fastfood…

Dann gings noch mal zum obligatorischen Besuch ins Harrods. Diesmal hab ich aber keinen Keks gekauft. Die Schlange war zu lang. Dafür weiß ich jetzt wie sich Kunstschnee anfühlt und ich bin dafür. Außerdem gab es gaaaanz viele Paddington Bear Sachen und einen laufenden kleinen Pinguin. Toll!!!

Am Abends gings dann zum Piccadilly Circus. Wir haben im 3-D-Kino “A Christmas Carol” angeschaut. Ich war begeistert von Film und Kino. Da war sogar Stuck an der Decke!!! Der Piccadilly Circus war auch wieder einen Besuch wert. Tausende Menschen, die sich aneinander vorbeischieben und alles blinkt und leuchtet. Lustig war auch der Partybus, der vorbei fuhr. Lauter sturzbetrunkene, lautschreiende Briten. Ein Bild für die Götter… Danach sind wir noch durch den nächtlichen HydePark gelaufen, eigentlich mit dem Ziel danach noch in nen Pub zu gehen, aber es war schon zu spät und die Pubs geschlossen.

Am Sonntag hat es ausnahmsweise nicht in Strömen geregnet, sondern es schien die Sonne und es war sogar warm. Deshalb haben wir uns im Kensington Garden niedergelassen. Da liefen echt lustige Menschen rum. Dort hätt ich den gaaanzen Tag bleiben können.

Viel mehr hab ich nicht zu sagen, außer mir gehts gut und alles ist spitze.

Bis bald Katrin

es könnte nicht besser sein

Posted under blog by Katrin on Monday 9 November 2009 at 13:18

nein, ich weiche nicht von meiner sonst eher kritischen perspektive ab, aber mich regt im moment diese masse an menschen auf, die die ganze zeit rumnörgeln und von allem immer mehr erwarten und auch irgendwie jede party auf der sie nicht sind, automatisch besser finden. deshalb vertrete ich mal die meinung: es könnte nicht besser sein.

also was hab ich gemacht?

am samstag hab ich erstmal ganz viel zeit in der bibo verbracht. nein, ich bin nicht zum streber mutiert, ich hasse es nur, wenn ich bücher anfange und das ende nie erfahre. danach hab ich mich mit emilie, rado und armand getroffen. rado ist total lustig. er war mega aufgedreht und es war eine freude mit ihm zu reden. ich muss aber glaub ich noch dazu sagen, dass es rados erster abend unter menschen war, nachdem er drei wochen krank war.

nachdem noch schnell ne büchse bier eingekauft wurde, gings dann mitm bus nach kenilworth zur bonfire firework gala. es waren so unheimlich viele menschen und in mir stieg das festivalgefühl auf. matsch, feld, kalt, musik… toll

das feuerwerk war echt toll, auch wenn das auf den fotos vielleicht nicht so aussieht. einerseits, war da ein riesiges lagerfeuer, was eher an einen scheiterhaufen erinnert hat und im hintergrund die ruine des kenilworth castles. das feuerwerk ging glaub ich 45 min und war mit musik zum thema dance unterlegt.emilie und ich haben uns die zeit mit schlecht mitsingen und rumhüpfen vertrieben. so wurde einem dann auch nicht so kalt. leider hat rado das mit aufgenommen…. naja, er hat noch viel schlechter mitgesungen. vorallem bei dirty dancing klassikern!! nachdem das feuerwerk zuende war, hab ich mich dann mit allen anderen aus dem gelände rausgeschoben. ist schon doof, wenn es nur einen ausgang gibt… letztes jahr war das kenilworth bonfire mit disneymusik unterlegt. das wär natürlich noch toller gewesen…

zurück aufm campus sind wir dann noch in die dirty duck, wo wir noch ein paar bekannte gesichter trafen. chris ist bestimmt der einzige brite, der den großteil seiner zeit mit erasmusmenschen verbringt. aber wir sind ja auch lustig…

gestern war dann sonntag und wir haben mal was total britisches gemacht. ein traditionelles sunday roast im pub. wir waren in coventry im chestnut tree und es war so lecker. aber minzsauce ist nicht mein ding, wie ich wieder feststellen musste. und es kam fussball und es saßen ganz viele alte briten rum. das war echt toll. danach gings dann zum verdauungstee zu emilie und chiara. der war auch echt nötig, denn ich dachte ich platze.

naja, und sonntag abend ging es dann noch mit der maren ins kino zu coco before chanel. ich fand den film unheimlich schön. so ein film, der irgendwie glücklich macht und man nach dem ende irgendwie flaniert. um das motto nochmal aufzugreifen. es könnte nicht besser sein…

bis bald die katrin

PS: Muss jetzt zur Uni. Und das obwohl doch reading week ist!!!

endlich wieder raus

Posted under blog by Katrin on Saturday 7 November 2009 at 15:43

Hallo ihr lieben,

nachdem ich die Woche sehr ruhig begonnen hab, da ich unheimlich viel für die uni machen muss(ich müsste eigentlich schon seit stunden in der bib sein, aber naja… man kennt das ja), ging es Donnerstag und Freitag dann mal wieder raus aus der Bubble.

(Das Bubblephänomen wäre echt mal ne soziologische Studie wert. Man verliert hier total das Gefühl für die Wirklichkeit. Man muss die Bubble nie verlassen und ist nur von intelligenten, mehr oder weniger reichen Studenten umgeben. Ich war total schockiert als ich das erste Mal runter vom Campus bin und tatsächlich ein Kind und eine alte Frau gesehen hab. Der Campus ist wie eine Art Mikrokosmos. Echt gruselig)

Am Donnerstag sind wir in Coventry in einen 700 Jahre alten Pub gegangen. Das war schon echt beeindruckend. Alle Wände waren schief. Die Treppe gab einem schon beim Reinkommen das Gefühl man hätte schon zu viel getrunken. Überall hingen ENGLISCHE Flaggen und es saßen ganz viele alte Briten rum Backgammonspielenderweise. Achja, Livemusik gabs auch und das Bier hat gut geschmeckt.

Wir waren übrigens mal wieder ein buntgemischter Haufen. 1 Brite, 3 Tchechen, 4 deutsche, 1 schwede und 1 weißrusse. Der Schwede(Joacim) hat es doch tatsächlich geschafft mich zu verwundern. Er musste die ganze Zeit lachen und ich hab bis jetzt nicht rausgefunden warum. aber ich bleib dran…

gestern war ich dann tagsüber in der bibo und abends gings dann nach coventry zu einer weiteren hausparty. Ich find das echt cool. man braucht nicht mal jemanden dort kennen und ist trotzdem herzlichst eingeladen. Schön ist auc, dass man meistens die gleichen Leute wieder trifft. Außer den einen Schweden, den hab ich nie wieder gesehen… naja, wer weiß. Gestern jedenfalls war es sehr lustig, aber es waren einfach viel zu viele Luete da. Man muss nämlich dazu sagen, dass es von Woche zu Woche mehr Gäste auf diesen Erasmusfeiern werden. Naja, eingeladen sind meistens so 25, jeder bringt noch 3 mit und dann kommt noch die riesige Zahl von Leuten, die von Leuten gehört haben, dass igendwo ne feier ist…

Na gut muss jetzt noch in die Bibo bevor es dann heut Nachmittag zum Feuerwerk geht. (Da die Briten nämlich jedes Jahr feiern, dass Guy Fowkes versucht hat ihr Parlament in die Luft zu jagen) ist hier schon seit Donnerstag überall Feuerwerk. Werd auch nicht soviel trinken, damit ich auch alles vom Feuerwerk mitkrieg (;

Bis bald.

Katrin

kleine Anekdote

Posted under blog by Katrin on Tuesday 3 November 2009 at 17:52

Heute ist mal wieder Lazy Tuesday,

da ich so unheimlich talentiert darin bin, mich vom Arbeiten abzuhalten, schreibe ich mal kurz über eine kleine Anekdote aus meinem Leben in England.

Ich habe mich eben mit der besten Emilie der Welt zum Mittag getroffen und danach gings mit ner Cola und nem Mokka in der Hand an den See. Da die Sonne grad so schön scheint, hat sich das auch echt gelohnt.

Während wir so vor uns hin quatschten, wurden wir plötzlich von 6 Enten umzingelt. Diese Viecher sehen echt nur vom Weiten nett aus. Die eine hat sogar meinen Schuh angebissen. Dummes Vieh. Aber irgendwie fand ich diese dummen Tierchen schon ganz lustig, wie sie gierig auf Nahrung gehofft haben. Und da war so n richtig hässlicher Gänserich. Der sah aus wie ein gerupftes Huhn. Schade das ich keine Kamera bei hatte.

Na gut, ich werd mal irgendwas anderes Sinnloses machen..

liebe Grüße aus dem sonnigen England,

die Katrin

zu viel zu sehen, zu viel zu tun

Posted under blog by Katrin on Monday 2 November 2009 at 21:53

Hallo,

ich weiß, dass der titel diesmal ziemlich schlecht ist, aber ich bin grad nicht so kreativ. Letzte Woche war wie immer abwechslungsreich und mit Höhen und Tiefen. Kann mich aber gerade nur an die guten Sachen erinnern, also lass ich die doofen einfach mal weg.

In der Woche war halt die übliche Routine. Uni, Kaffee trinken, lesen, mich mit den Mädels treffen. Ein paar Highlights gab es aber doch.

Am Dienstag war ich mit dr Sociology Society zum Bar Crawl(Kneipentour) in Leamington. Eigentlich wollt ich nur in die Kneipe aufm Campus mit, aber dann hab ich mich durch das schlagende Argument von Christopher (”du kommst jetzt einfach mit.”)überreden lassen doch mit zu fahren. Ich hätte nie gadacht, dass soviele Leute in einen Bus passen. Naja, in Leamington sind wir dann ins Moo. Eine sehr hübsche Bar mit riesigen Leinwänden hinter der Bar, auf denen die ganze Zeit Kurzfilme kamen. Am lustigsten war aber dieses britische Mädel, was ich auf dem Klo traf. Ich hatte wie all die anderen Deppen ein Namensschild aufkleben und sie war so betrunken, dass sie der festen Überzeugung war, dass ich Kitchen heiße. Schon lustig die Briten.

Mir ist übrigens aufgefallen, dass ich bei der Safety and Security Veranstaltung in der ersten Woche wohl nicht aufgepasst habe. Jedenfalls, mach ich alles was mir dort verboten wurde. Ich nehme Getränke von Fremden an, gehe nachts alleine spazieren und vergess auch mal das Fenster zu zumachen, wenn ich geh. Bis jetzt hatte ich ja glück…

Das nächste Ziel war denn das Mink. Eine riesige Bar mit nem Swimming Pool in der Mitte. Das hab ich ja noch nie gesehen. Echt cool. Hab auch noch nie erlebt, dass Cocktails in einer Bar billiger sind als Bier.

MinkBild: Christopher (D), Dan (Cz), Christina(D) und Joacim(Sweden).

Besonders lustig fand ich an dem Abend Dan. Er hat sich die ganze Zeit beschwert, dass er nie betrunken wird und es für ihn in England viel zu teuer ist sich zu betrinken. Währenddessen hat er aber wild mit den Armen rumgefuchtelt und sich fast neben seinen Stuhl gesetzt und auch n bissel gelallt. Wie ich immer sage: Wenn man sagt, ich bin nischt betrunken, ist das immer ein Zeichen dafür, dass man es doch ist. Aber für das arme britische Mädel, was etwa ne Stunde fröhlich brökelnder Weise vor der Tür saß, war der Abend eindeutig zu alkohollastig. Besonders eklig war, dass die Bar auf ner Anhöhe war und deshalb die ganze Suppe schön die Straße runterlief. Ein gruseliger Anblick!!!

Naja, die anderen sind dann noch in nen Nachtclub, aber da ich am nächsten Tag mit Joacim Vorlesung hatte, sind wir mit dem letzten Bus heim.

Donnerstag war ich dann bei Anne in Cov eingeladen. Sie hatte Freunde aus Dresden zu Besuch und deshalb gab es ne kleine Party. War sehr gemütlich und nett. Einfach ein schöner Abend. Ich hab mich zumindest sehr gut unterhalten können und es war süß zu sehen, wie Anne immer betrunkener wurde und irgendwann nur noch grinste. Putzig. Emilie hatte keinen so glücklichen Abend. Einer der Dresdener hat sie die ganze Zeit vollgequatscht und dann den Arm um sie gelegt. Sie sah so hilflos aus. An alle Männer da draußen, wenn ihr den Arm um etwas Weibliches legt und diese wegrückt oder sich nach vorne lehnt, ist das das Zeichen um aufzuhören. Ich fand es jedenfalls sehr lustig.

Freitag war dann eine größere Party in Coventry. Erasmusleute feiern halt gern. Ich find das gut und bis jetzt war das wohl die beste Feier auf der ich war. Es kam gute Musik und es war brechend voll und die Polizei hat die Feier aufgelöst. Hier mal ein paar Fotos:

Samstag ging es dann um 10 mit Jess und Maren nach Birmingham zum Shoppen. Ich hab alles gefunden, was ich gesucht gesucht hab und ne Strumpfhose. Wir haben geschlagene 9 Stunden in diesem Einkaufszentrum verbracht und ne halbe Ewigkeit davon im Topshop. Toll war übrigens der Disneyshop und der “Build your own Bear”shop.

Bullring Shopping CentreKultur hab ich da auch gesehen:

BirminghamNaja, abends ging es dann zu Anja nach Leamington schließlich war ja Halloween. Bei ihr zu Hause war es sehr schön. Sie hat sogar Stuck an der Decke und nen Balkon zur Promenade und nen begehbaren Kleiderschrank. Wir haben schön Pizza gemampft und Strongbow getrunken und dann gings ins Mumbai Bluu, ein Club. Die Musik war phänomenal. Das beste aus den letzten 20 Jahren an Techno, Trash, House und Scheiß. Es kam sogar Blue Dabedi… Naja, für ein paar Stunden kann man auch dazu Spaß haben. Ich hatte sogar mal hohe Schuhe an. Ja, es hat mich fast umgebracht, aber ich sah gut aus. Deshalb ist auch so n Typ auf mich drauf gefallen, als ich auf so nem Sofa saß. Nur weil er schon mal fast auf mir drauf liegt heißt das noch lange nicht, dass er mich küssen sollte!! Süß war aber, dass ne Freundin von ihm neben mir saß, weil sie ihren Highheelfüßen ne Verschnaufpause gönnen wollte und die ganze Zeit auf mich eingeredet hat: Das ist übrigens … Sonst ist der voll schüchtern und total nett. Naja, im großen und Ganzen war es echt ein schöner und lustiger Abend. Happy Hallween.

Bis bald, die Katrin

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