wie man sich am besten vom essay schreiben abhält Teil 2
In Woche 6 des zweiten Terms war dann wieder Reading week. Die habe ich erstmal mit Ausschlafen begonnen und habe dann 2 1/2 Stunden Shoah geschaut. Eine Dokumentation über den Holocaust.
Dienstag hab ich mich mit Julian (einem Wiener) getroffen und wir haben nen Tee getrunken und gaaaanz viel geredet. Das war echt mal gut. Wir haben nämlich sehr oft die selbe Meinung oder Einstellung zu bestimmten Sachen hier und es tut halt gut mal mit jemandem zu reden, der einen versteht.
Mittwoch bin ich dann mit Emilie, Chiara, Yaena und Maren ins Cosmo zum Chinesischen All-you-can-eat-buffet. Ja, schon wieder. Aber es ist auch so lecker und die Mädels kannten es ja noch nicht. Sie waren auch total begeistert.
Mittwoch abends war ich dann mit Felix in der Sponstreet in Coventry n Bier trinken. Die Sponstreet ist eine mittelalterliche Straße etwas außerhalb des Stadtzentrums. Zuerst waren wir in The Old Windmill- ein ganz typscher Pub- und danach noch aufn Strongbow in der Rising Sun. Da war lustigerweise grad Metalnight. Ich fands super… endlich mal Musik mit nem Schlagzeug drin und Menschen, die nicht total chic angezogen sind.
Donnerstag Abend ging es dann nach London zum Freddi. Das hört sich einfacher an, als es war. Es hatte nämlich am Nachmittag angefangen zu schneien und einfach nicht mer aufgehört. Kurz gesagt, bis mein Bus abends fahren sollte, waren etwa 15 cm gefallen und alles ging im Chaos unter. Mein Bus sollte 18 uhr fahren und hatte dann 2 Stunden Verspätung. Unterwegs mussten wir dann noch den Fahrer wechseln, weil Busfahrer hier nur eine bestimmte Anzahl von Stunden fahren dürfen und dann müssen sie entweder ne Stunde Pause machen oder nen Ersatzfahrer suchen. Dann mussten wir den Bus wechseln, wobei ich zufällig ne Yaena traf, die im Wechselbus saß. Hab durch das ganze Hickhack dann noch einen sehr netten Engländer kennengelernt, der es sehr lustig fand, dass ich mich mittlerweile in London besser auskenn als er.
Kurz vor 12 traf ich dann endlich auf Freddi und konnte endlich ins Hotel. Das war wirklich eine anstrengende Reise. Samstag gings dann nach dem Frühstück im schönsten Sonnenschein und ohne Schnee nach Camden Town. Ich muss wieder sagen, Camden Town ist mein absoluter Lieblings. Die vielen Menschen, die lustigen Stände und alle vorstellbaren Musik und Geschmacksrichtungen. Und wie Freddi richtig feststellte, es ist wie eine eigene Welt in der man versinken kann und in der man sich auch gerne mal verläuft. Zum Mittag saßen wir dann an einem Kanal auf umfunktionierten Rollern. Total schön und mein Curry war auch echt lecker. Danach sind wir nochmal kurz zum Trafalgar Square und dann noch mal zur Thames und haben Big Ben klingeln hören. Dann eine kurze Pullerpause in der Tate Modern und dann über die Millenium Brigde zu einem schönen Pub neben St. Paul’s Cathedrale. Danach haben wir einen roten Doppeldeckerbus bestiegen. Obwohl ich jetzt schon an die 10mal in London war, habe ich das bisher noch nicht gemacht. Es war echt toll… man sieht halt einfach viel mehr, wenn man nicht mir der Tube (Ubahn) fährt. Und am tollsten war der Verkehrsunfall, in den wir verwickelt waren. Der Unfall ansich war nicht schlimm. Der Busfahrer hat sich einfach ein wenig verschätzt und hat nun ne Beule mehr an seinem Bus. Für uns war es aber super, weil wir so 10 minuten mitten auf dem Piccadilly Circus standen. Da wir ganz vorne ganz oben saßen, hatten wir den besten Ausblick ever.
Samstag gings dann auf nach Brighton. Die Busfahrt war unheimlich entspannt und die Sonne hat so schön geschienen. Kaum angekommen, saßen wir schon am Strand und aßen unser Mealdeal Mittag (Sandwich, Getränk und n unheimlich leckerer Joghurt). Danach schlenderten wir über den Pier und tauchten in der Spielhölle ab bevor wir dann wieder zum Strand zurückkehrten, um im Sonnenuntergang n Becks zu trinken und dann noch n Fish&Chips mit Mush zu essen. Mush ist übrigens giftgrüner Erbsenbrei. Nicht sehr zu empfehlen. Vor der Rückfahrt sind wir nochmal kurz am Temple vorbei. Keine Ahnung, wer die tolle Idee hatte, einen riesigen Temple da hinzubauen, aber hübsch sah’s aus.
Sonntag sind wir dann um die Victoria Station rumgeschlichen und hatten ein wahnsinnig leckeres Sunday Roast(traditionelles Britisches Pubessen). Dann hingen wir noch in der Victoria Station rum, bevor das Schalatz dann wieder fahren musste. Ich bin echt froh, dass diese ganze Fernbeziehungssache bald ein Ende hat und Normalität einzieht.
Woche 7, Term2
Montag habe ich meine Zeit wieder in der Uni verbracht und den ganzen Nachmittag damit verschwendet meinen Stundenplan für Jena zusammenzubasteln. Da waren ein paar echt interessante Sachen bei. Ich freu mich schon. Aber das die Volkskunde noch kein Vorlesungsverzeichnis fertig hat, ist mal wieder ne Schande.
Dienstag war ich dann mit Yelena im Curiositea einen Tee trinken. Curiositea ist die neue Teestube auf dem Campus. Sehr niedlich eingerichtet und eine riesige Fensterfront. Perfekt zum Leute beobachten. Danach gings nach Coventry, um Julian beim Anzug kaufen zu helfen und im Wetherspoon’s (Pub Kette) Mittag zu essen.
Mittwoch Abend war ich dann mit den üblichen Verdächtigen erst Abendessen im Arts Centre und dann hat die Erasmus Society einen Film gezeigt. History of Boys. Ein sehr guter Film, aber ich fand es etwas übertrieben, dass wirklich alle männlicher Hauptdarsteller schwul waren oder wenigstens sehr schwule Züge hatten.
Donnerstag hatte ich dann mal wieder Uni und nachmittags hab ich mich mit den Mädels getroffen, um alles vom Erasmusausflug nach Dublin zu erfahren. Der war nämlich letztes Wochenende. Abends hab ich dann in meinem Seminar mein Essay zurück bekommen und war nicht so begeistert. Hab nur ne 2,7 bekommen. Das hat mich ganz schön traurig gemacht. Aber jetzt gehts wieder. Ich find es aber trotzdem unfair, dass andere Erasmusstudenten an anderen Unis, nichts machen müssen, nichts lesen, die ganze Zeit nur saufen und super Noten kriegen, weil der Anspruch so unheimlich niedrig dort ist. Naja, Warwick ist halt ne Eliteuniversität- da muss der Anspruch auch höher sein.
Heute Abend werd ich noch auf eine Erasmusfeier gehen, mit dem Motto Graffittiparty. Die ganze Idee ist, dass jeder ein weißes Tshirt anzieht, auf dem dann alle unterschreiben können. Wie zum Abi… Eigentlich hab ich keine Lust hinzugehen, aber wird bestimmt trotzdem lustig. Hab die meisten Erasmuspeople auch schon lange nicht mehr gesehen.
Und morgen gehts dann nach Chester… Doch davon dann beim nächsten Mal.
Hier noch ein paar Fotos:







